Aus der Tiefe des Berges

Am 30. August vor 15 Jahren wurde bei Amsteg im Kanton Uri, CH auf der Baustelle des Gotthard Basistunnel (Neue Eisenbahn-Alpentransversale NEAT) diese Bergkristallsstufe frisch aus der Tiefe des Berges geborgen. Der Strahler und Geologe Peter Amacher, Chef der Mineralienaufsicht bei den NEAT-Bohrungen, hatte die Möglichkeit direkt bei dem riesigen Bohrkopf Gabi II das für Sammler und Wissenschaftler interessante Material aufzunehmen und unter anderem an die Besucher der Bausstelle zu verkaufen. Auch RW und ihre Schwester SW waren damals in Bussen weit in den Berg hineingefahren und bis zum Bohrkopf vorgedrungen. Ein wenig Fachsimplen mit Peter Amacher und das frische Material zu erwerben, das noch nie vorher am Tageslicht war – ein Glückstag.

Bergkristallstufe mit Amianth (feinste Fasern) und Epidot (teilweise im Bergkristall eingewachsen), Fundort im NEAT Tunnel bei Amsteg, aus der Sammlung von RW,
Einfahrt der Besucherbusse in den Baustellentunnel, 30. August 2003

 

https://www.srf.ch/sendungen/dok/peter-amacher-strahler-und-geologe

 

Der glückliche Fund

Leider, leider war ich es nicht, die den glücklichen Fund am Rhein gemacht hat, aber immerhin hat die Düsseldorferin die Kölnerin mit ihrem Fund übertroffen! Meine Rheingänge werde ich in der nächsten Zeit wieder aufnehmen und auf weitere Ufer ausdehnen, solange der Rhein noch so extremes Niedrigwasser hat.
Im übrigen ist es für RW und JK schon fast Tradition, sonntags nach Zons zu fahren und nach der mittäglichen Einkehr den schönen Spaziergang rund um das Städtchen zu machen. Man geht links vom Restaurant Volksgarten los und folgt dem Weg außerhalb der Stadtmauern mit ihren alten Türmen und einer Windmühle, bis man wieder am Zollturm mit dem Rheintor und der Dreifaltigkeitskapelle angelangt ist.

Artikel in der Rheinischen Post von heute

Der echte Rheinkiesel


Viele sprechen angesichts der vielen Gerölle am Rhein von Rheinkieseln. Aber nur der Bergkristall, der reine, durchscheinende oder durchsichtige Quarz, SiO2, Siliziumdioxid (Kiesel – alte Bezeichnung für Silizium) darf so genannt werden. Abgerollt hat er natürlich eine raue Oberfläche mit vielen Narben. Wenn man ihn anfeuchtet, kann man seine Klarheit besser prüfen. In der Schmuckindustrie wurden die Quarze oder später auch Strasssteine geschliffen, mit einer Folie unterlegt, so dass sie regenbogenartig schillerten und in Anhängern, Ringen und Broschen als Rheinkieselschmuck verkauft.
Echter Rheinkiesel im Mineralogischen Museum der Universität Bonn, 2009 von RW fotografiert.
Echter Rheinkiesel an Maria Himmelfahrt bei extremem Niedrigwasser auf den Volmerswerther Kiesbänken gefunden, etwas angefeuchtet und auf einer ebenfalls dort gefundenen Glasscherbe fotografiert.

Sommerfrische in der Eifel


Auch heute noch kann man in Molitors Mühle einkehren,
übernachten und abends bei einem kühlen Wein auf der Terasse
des Hauses die Schwäne beobachten.
Aufgehobener Hotelzettel meiner Eltern wohl aus den 50er Jahren,
Molitors Mühlenteich von RW fotografiert im August vor 15 Jahren.

Schloss Fürstenau


Abbildung aus dem Bildband Deutschland, 1924, mit einem Vorwort von Gerhart Hauptmann, Hans Thoma gewidmet, Fotografien von Kurt Hielscher, gestern beim Ausräumen des Bücherschranks der Eltern gefunden.
In Nebengebäuden des Schlosses Fürstenau in Michelstadt leben und arbeiten heute Künstler, die RW und JK 2010 besuchten. RW fotografierte den mächtigen Torbogen von 1588.