Bildtafel aus «Goethe Gedenkblätter Weimar», herausgegeben vom Goethe-National Museum in Weimar, Gesellschaft zur Verbreitung klassischer Kunst, Berlin 1921, gefunden im Keller des Elternhauses, wahrscheinlich ehemals im Besitz von meinem Großvater Hans D.
Aus einer anderen Zeit
Dargestellt ist Wilhelmine W, später von uns Tante Minchen genannt, eine Großtante mütterlicherseits. Ich habe sie nicht wirklich gekannt, nach langem Suchen im Nachlass unserer Eltern habe ich tatsächlich ihre Todesanzeige gefunden. Am 25. Juli 1956 starb sie im Alter von 62 Jahren. Aus dem Text des Trauerbriefes geht hervor, dass sie nie geheiratet hat, keine Kinder hatte. Ich muss die beiden noch lebenden Schwestern meiner Mutter, Tante U. oder Tante I. fragen, ob sie noch etwas wissen aus dem Leben von Fräulein Mine W.
Das Bild zeigt sie wohl im Alter circa fünf Jahren. Aus welchem Anlass wurde das Foto gemacht? Ist das Foto noch im 19. Jh. entstanden? Die Locken sind sorgfältig onduliert. Sie hat ein schönes Gesicht, schiebt ihr Kinn leicht vor, so dass ein trotziger Ausdruck entsteht.
Ein flüchtiges Nichts
Alles hier nur virtuell, nicht wirklich da.
Die Bilder sind nur der Widerschein der Dinge.
Die Worte hängen irgendwo in einer Wolke.
010101010101010101010101010101010101010110
Etwas dingfest machen.
Behalten wollen,
nicht möglich.
Aber der flüchtige Samen
hat Beine, Widerhaken und
Spiralen entwickelt.
Er weiß, wie’s geht.











