Die Reise

Von hier aus sieht man die 23 Zumba-Tänzer kaum, die auf dem anderen Mainufer hin und her springen. Es regnet nicht mehr. Das Städel wirbt mit seinem neuen Roof-Top. Wir gehen den Weg zum Bahnhof zu Fuß und da wir noch Zeit haben am Ufer des Mains entlang. Wir sehen eine große alte Rotbuche, Kastanien mit verblühten Fruchtständen, eine amerikanische Eiche mit schönen Fingerblättern, so frisch und so leicht. Sie kann dem ungewöhnlich großen Gingko-Baumpaar mit den Herzhandblättern Konkurrenz machen. Dazwischen ehrwürdige Nadelbäume aus dem nahen Osten, die sich ihre graugrünen Triebe auf die Zweigenden gestickt haben. Ein so schöner Ufergarten – dem etwas in die Jahre gekommenen Hochhaushotel ist das alles gleich – es blickt gelassen über den die Mainufer verbindenden Holbeinsteg, der im Vergleich zu ihm etwa dreißig Jahre jünger ist.

Unter dem Holbeinsteg in Frankfurt, Fotografie RW, 18. Mai 2024