
Nun sehe ich, dass im griechischen Alphabet der 23. Buchstabe das Ψ (Psi) ist. Der Anfangsbuchstabe des Wortes psifío, Zahl, Ziffer – sehr schön. Das Wort Idee ist das Wort aus meinem Traum, in dem ich die 23 fand. Idee hat die Quersumme 23 gleich 5. Idea allerdings nur 19, gleich 10, gleich 1. Diese Eins fehlt in meinem Traum, ich sollte ja die Zahl 24 finden, nicht die 23.
Der 23. Buchstabe im heutigen deutschen Alphabet ist das W – auch sehr schön.
Sophia ist einer meiner Lieblingsnamen und gleichzeitig die Weisheit. Im gnostischen Mythos allerdings wird vom Sturz der Sophia gesprochen, sie ist damit auch für die Finsternis, fehlerhafte Schöpfung der materiellen Welt verantwortlich. In der Gnosis gibt es den einen transzendenten, fernen Gott und den Demiurgen, den Schöpfergott, der die materielle Welt schafft mit all dem Bösen. Die Menschen tragen einen göttlichen Funken aus dem Lichtreich des Transzendenten in sich, und wenn sie sich dessen bewusstwerden, zur Erkenntnis, zum Wissen kommen, können sie erlöst werden.
Ich neige dazu, alle Zahlen, die ich irgendwo sehe, zusammenzuzählen, Quersummen zu errechnen, sie zu deuten. Ein Sinn und Unsinn, der zu meiner Sammelleidenschaft gehört und sich in einen Aberglauben verwandeln kann.
Und nun bin ich durch das Anhören eines ungeheuer beeindruckenden Gesprächs mit dem Theologen und Kenner des antiken Christentums Christoph Johannes Markschies sehr betroffen. Es kamen Sophia, Idea und Zahl darin vor und viele Fragen zur Geschichte der Religionen, so dass ich das Gespräch sicher noch mehrfach anhören werde. Das Gespräch über die Gnosis, Gnostizismus und Gnostik und warum das Böse in der Welt existiert, wurde in der Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf geführt. Ich habe noch lange nicht alles begriffen und stelle hier nur Details einer verkürzten Erinnerung dar.