Wie kann man die Knoten entwirren? Einfach zerschlagen oder mühselig jeden Faden verfolgen und auseinanderziehen? Mit Wut oder mit Geduld?
Zunächst will ich aufräumen, die Archive ordnen, viele unnütze Dinge entsorgen, altes Gold und Silber verkaufen, lange Spaziergänge machen, neue Projekte entwerfen und verfolgen, den Tisch freimachen, jeden Tag ein Lied singen, das Haus putzen, die gekauften Bücher lesen, die Steine an den Rhein zurückbringen, alle Passwörter auswendiglernen, die Namen der Rheinschiffe sammeln und auf der Kniebrücke 23 mal laut gegen den Verkehrslärm anschreien.
Als ich in Augsburg war, habe ich die heilige Maria Knotenlöserin in der Kirche St. Peter am Perlach gesehen. Löst die Maria den Knoten im weißen flatternden Band oder zieht sie ihn zusammen? Das Zusammenziehen ist schmerzhaft, es wird eng.
Das Bild wurde um 1700 vom Augsburger Patrizier Hieronymus Ambrosius Langenmantel gestiftet. Er wünschte sich sicher Beistand und Fürsorge von der Mutter Gottes. Am unteren Rand des Bildes ist ein winziger Wanderer in Begleitung eines Engels zu sehen. Schutz auf allen Wegen. Im Blog hab ich das Andachtsbild wohl schon einmal erwähnt. Ich werde sogleich suchen, wann das war. Vielleicht ist das aber ein Irrtum, zum Motiv des Knoten hab ich aber schon geschrieben, da bin ich mir sicher.