24-12-24


Nun, heute ist ein Symmetrietag: 24-12-24 und zweimal 12 ist 24. Und ich kann mich auch alleine freuen und ich schaue gern auf das festliche Licht des Weihnachtsfotos von 2020… das war das erste Jahr der Pandemie. Schon fast vergessen. Will mal schauen, was ich vor vier Jahren schrieb:
Dieses Jahr ist Weihnachten besonders. Vor sechs Jahren war es schon sehr anders: zum ersten Mal ohne die Mutter. Vor zwei Jahren noch einmal erheblich anders: ohne Vater und Mutter. Und nun: ohne Besuche bei den Geschwistern und Freunden. Aber ein Glück, dass wir zu zweit allein sind.
Draußen hinter dem Rheinfenster ist es heute an Heiligabend grau, kalt und nass. Habe wohl alle Vorbereitungen fertig. In den Ohren vernehme ich wie immer bei Stille ein helles Sirren. Der Nacken schmerzt ein wenig. Aber ich freue mich, ich freue mich, ich freue mich. Heut ist doch kein Tag wie jeder andere. Es ist schon Nachmittag, aber ich bin nicht ungeduldig. Da höre ich von der Küche her das Geschafteln zur Vorbereitung eines selbstgemachten Kartoffelsalats. Also nicht ganz allein, sondern zu zwein. Der Zweig, den ich gegen 12 Uhr in die Bodenvase stellte, ist ein Kümmerling mit dünner Benadelung, aber er duftet nach Fichte. So verdient er es geschmückt zu werden. Das habe ich gemacht mit zwei Glasvögelchen, wenigen kleinen Kügelchen und einer Lichterkette mit winzigen Lämpchen. Weil der Zweig die Spitze senkte, habe ich zu seiner Aufrichtung die Drähte der Lichterkette bis hinter die hohe Vitrinentüre geklemmt. Nun ist auch Licht bei meinen Figuren aus Bronze, Keramik und Wachs. Morgen werden wir die Schwester und ihre Söhne besuchen.

Weihnachtsbaum im ersten Pandemiejahr, Fotografie RW 24. 12 2020