{"id":8876,"date":"2026-04-03T19:19:44","date_gmt":"2026-04-03T17:19:44","guid":{"rendered":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/?p=8876"},"modified":"2026-04-03T19:20:31","modified_gmt":"2026-04-03T17:20:31","slug":"looking-at-something-longing-for-something","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/looking-at-something-longing-for-something\/","title":{"rendered":"Looking at something, longing for something"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/026santuzza.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-8877\" src=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/026santuzza-700x971.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"971\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/026santuzza-700x971.jpg 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/026santuzza-216x300.jpg 216w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/026santuzza-768x1066.jpg 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/026santuzza-800x1110.jpg 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/026santuzza.jpg 1081w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich fand eine Opalnuss in meiner Sammlung, die genau zu meiner, <em>Santuzza<\/em> genannten, neuen Arbeit passt. Ich werde sie noch auf ihrem Kopf anbringen. Die Opalnuss stamm aus \u00c4thiopien. Ich habe sie 2008 in Sainte Marie aux Mines im Elsass gekauft. Sie wiegt 58 gr. und kostete 40 \u20ac. Sie opalisiert in gr\u00fcnem Flackern an den dunkelbraunroten Flecken. Die Figur <em>Santuzza<\/em> habe ich mit einer historischen Papiertapete verkleidet, die Birkenholz imitiert. Dann habe ich Augen aus Illustrierten ausgeschnitten und sie einerseits wie Uniformkn\u00f6pfe und andererseits wie die Augenreihe eines Siebenaugen-Tiers angebracht. Die H\u00e4nde mit den Metallperlen, die ich in die Ohren klebte, habe ich wieder entfernt. So wie auf der Fotografie von heute Vormittag gibt es die Figur jetzt am Nachmittag nicht mehr. Ich habe fast alle Arbeitsschritte fotografiert. Die Figur hatte anfangs keine Ohren, daf\u00fcr aber goldene Strahlen, vom Kopf ausgehend wie die heiligen Strahlen bei Moses. Dann bekam sie die Ohren, angeregt durch meine Keramikk\u00f6pfe, ich dachte dabei an ein Tierchen. Die <em>Santuzza<\/em> geh\u00f6rt nach Palermo. Dort ist sie eine verehrte Heilige des 12. Jahrhunderts, die im 17. Jahrhundert posthum bei der grassierenden Pest half.<br \/>\nWie passen die Augen, die Birke, die Opalnuss und die <em>Santuzza<\/em> zusammen? Und wenn ihr w\u00fcsstet, was sich im Inneren der Pappmach\u00e9-H\u00fclle verbirgt, dann w\u00fcrdet ihr euch erst recht wundern. Eine grob geschnitzte Holzvase und zwei H\u00e4lften von Kokosn\u00fcssen habe ich montiert und dann mit Pappmach\u00e9 beklebt. Die Vase stammt aus dem Nachlass eines alten einsamen Mannes, der zum Ende seines Lebens den \u00dcberblick \u00fcber seine Habe verloren hatte. Die polierten Kokosn\u00fcsse aus China gab es als Schalen in einem Billig-Kaufhaus. An einem disparaten Zusammenspiel habe ich meine Freude, bis es passt. Das dauert noch an.<\/p>\n<h5><em>Pappmach\u00e9-Figur mit Opalnuss, Sammlung und Fotografie RW, Karfreitag 2026<\/em><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich fand eine Opalnuss in meiner Sammlung, die genau zu meiner, Santuzza genannten, neuen Arbeit passt. Ich werde sie noch auf ihrem Kopf anbringen. Die Opalnuss stamm aus \u00c4thiopien. Ich habe sie 2008 in Sainte Marie aux Mines im Elsass gekauft. Sie wiegt 58 gr. und kostete 40 \u20ac. 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