{"id":8836,"date":"2026-01-30T19:57:12","date_gmt":"2026-01-30T18:57:12","guid":{"rendered":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/?p=8836"},"modified":"2026-01-31T10:42:11","modified_gmt":"2026-01-31T09:42:11","slug":"der-schuldige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/der-schuldige\/","title":{"rendered":"Der Schuldige"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/026Knotenring.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-8837\" src=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/026Knotenring-700x933.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"933\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/026Knotenring-700x933.jpg 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/026Knotenring-225x300.jpg 225w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/026Knotenring-768x1024.jpg 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/026Knotenring-800x1067.jpg 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/026Knotenring.jpg 1125w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von dem Knoten-Ring erz\u00e4hlt der indische Prinz folgende Geschichte. Demjenigen, der ihn 1971 in Mailand erwirbt, wird kurz nach dem Kauf, sogar am gleichen Tag in einer Osteria die Brieftasche gestohlen. Er bittet die goldene Madonnina auf dem Duomo um Hilfe, es n\u00fctzt rein gar nichts, weder die Polizei noch das Konsulat kann ihm helfen. Also eilt er zur\u00fcck in die Galleria Vittorio Emanuele II zum Schmuckladen und will die Summe, die er f\u00fcr den Ring gab, wiederhaben. Der Juwelier aber bietet ihm nur die H\u00e4lfte des bezahlten Geldes. Darauf will sich der Ringk\u00e4ufer nicht einlassen. Eine Dame, die sich eine kleine antike Taschenuhr in Herzform, \u00fcber und \u00fcber mit Diamanten besetzt, ansieht, h\u00f6rt das wenig freundliche Gespr\u00e4ch unfreiwillig mit. Da mischt sie sich ein. <em>Verehrter Herr, wollen Sie mir nicht diesen sch\u00f6nen Ring verkaufen, ich zahle Ihnen auch den gesamten Kaufpreis. Schon immer wollte ich einen Ring mit einem Lover&#8217;s Knot besitzen! In England, meinem Heimatland, ist dies ein seit Jahrhunderten beliebtes Schmuckmotiv. Auch in der antiken Welt gibt es den Liebesknoten als Ring oder als Brosche. <\/em>Etwas verlegen entgegnet der Ringk\u00e4ufer, <em>nun, ich br\u00e4uchte das Geld allerdings in bar, da man mich bestohlen hat. Das ist kein Problem, <\/em>entgegnet die Dame, <em>lassen Sie uns den Laden verlassen und in einem Caf\u00e9 das Gesch\u00e4ft machen.<br \/>\n<\/em>Der Herr wird sich schnell einig mit der Dame. Diese eilt davon und ward nicht mehr gesehen. Nicht einmal ihren Namen gab sie preis. Der indische Prinz war selbst einst der Ringk\u00e4ufer und Bestohlene, was er jetzt gerne zugibt. Noch heute ist er versucht, alle ungl\u00fccklichen Ereignisse, alles B\u00f6se und alle Krankheiten , die ihn treffen, dem goldenen Ring zuzuschieben. Wie er vermessen gl\u00e4nzt und sich mit seinen verschlungenen, dicken B\u00e4ndern hoch \u00fcber dem Finger seines Tr\u00e4gers aufbaut!<\/p>\n<h5><em>Goldener Knotenring mit italienischer Punze auf Keramikkopf und Keramiksockel mit Goldnuggets und kleiner Taschenuhr, Sammlung RW, Fotografie RW, 30. Januar 2026<\/em><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von dem Knoten-Ring erz\u00e4hlt der indische Prinz folgende Geschichte. Demjenigen, der ihn 1971 in Mailand erwirbt, wird kurz nach dem Kauf, sogar am gleichen Tag in einer Osteria die Brieftasche gestohlen. 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