{"id":6593,"date":"2021-10-14T17:16:07","date_gmt":"2021-10-14T15:16:07","guid":{"rendered":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/?p=6593"},"modified":"2021-10-15T10:15:30","modified_gmt":"2021-10-15T08:15:30","slug":"kunstakademie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/kunstakademie\/","title":{"rendered":"Kunstakademie"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/021Kunstakademie.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-6594\" src=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/021Kunstakademie-700x525.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/021Kunstakademie-700x525.jpg 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/021Kunstakademie-300x225.jpg 300w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/021Kunstakademie-768x576.jpg 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/021Kunstakademie-800x600.jpg 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/021Kunstakademie-80x60.jpg 80w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/021Kunstakademie.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vor ein paar Tagen hatte die steinalte Sophia mit dem gerade in D\u00fcsseldorf weilenden, indischen Prinzen die hiesige Kunstakademie besucht. Sie wollten sich gemeinsam die ausgestellten Abschlussarbeiten der Studierenden anschauen. Sie begannen hoch oben unter dem Dach, dort wo fr\u00fcher die Maltechnik unterrichtet wurde, es einen Flur mit Gipsen der ber\u00fchmtesten Skulpturen gab, vorbei an dem Raum, wo Sophia ihre ersten Aktzeichnungen versucht hatte. Um zum anderen Ende des obersten Stockes zu gelangen, gingen sie \u00fcber die lange Dachterrasse hoch \u00fcber der Altstadt. Es regnete an diesem Tag, Baul\u00e4rm drang hinauf. Tief unter ihnen waren Bagger am Werk, ein ganzes Viertel abzurei\u00dfen, um Platz f\u00fcr die Neubauten eines Altenheims zu machen. In der Ferne sah man die Lambertuskirche mit ihrem schiefen Turm, im Dunst den Rheinturm und die Rheinkniebr\u00fccke. <em>Dort dr\u00fcben, wo die B\u00e4ume am Ufer stehen \u2013 linksrheinisch, bin ich geboren,<\/em> erz\u00e4hlte die steinalte Sophia dem Prinzen. <em>Und dort unter der Br\u00fccke habe ich allerhand mineralische Sch\u00e4tze und archeologische Bruchst\u00fccke in den Rheinkieseln gefunden. <\/em>Ihr gefiel die Aussicht bei Wolken und Nieselregen. W\u00e4hrend ihrer Studienzeit hatte sie sich nur manche Male, etwa bei sommerlichen Akademiefesten hier hinauf auf die Terrasse begeben. Nun, beim Abstieg durch die verschiedenen Treppenh\u00e4user, hielt sie sich an den Gel\u00e4ndern fest, die polierten Steinfl\u00e4chen der Treppen schienen ihr gef\u00e4hrlich. Nur wenige Studenten kamen den beiden entgegen. Einer trug einen knielangen, roten Bademantel \u00fcber einem Damennachthemd und seine langen blonden Locken waren zu einem Zopf zusammengebunden. <em>Das ist der Sohn eines bekannten Rundfunk- und Fernsehmenschen<\/em>, fl\u00fcsterte sie dem Prinzen zu.<br \/>\nWeiter gelangten die beiden durch die langen hohen Flure in die verschiedenen Ateliers, in denen die Diplomanten und Meistersch\u00fcler ihre Arbeiten museumsreif pr\u00e4sentierten. Einige der Studierenden hatten schon Galerie- und Ausstellungserfahrung. <em>So war das bei uns nicht<\/em>, bemerkte Sophia ironisch. Den indischen Prinzen interessierte ihr Unterton nicht, sondern kaufte einer K\u00fcnstlerin eine ausgestellte Arbeit ab. F\u00fcr das gro\u00dfe Acrygem\u00e4lde mit den blassen Gesichtern zahlte er ihr eine hohe Summe bar in die Hand. <em>Mich erinnert es an die Farben heller Opale und Perlmutt<\/em>, sagte er, <em>ich konnte nicht widerstehen.<\/em><\/p>\n<h5><em>Blick von der Terrasse der Kunstakademie D\u00fcsseldorf, Fotgrafie RW, Oktober 2021<\/em><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-399\" src=\"http:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/trennlinie_transparent.png\" width=\"800\" height=\"1\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/trennlinie_transparent.png 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/trennlinie_transparent-150x1.png 150w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/trennlinie_transparent-300x1.png 300w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/trennlinie_transparent-768x1.png 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/trennlinie_transparent-700x1.png 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/trennlinie_transparent-482x1.png 482w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/trennlinie_transparent-80x1.png 80w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor ein paar Tagen hatte die steinalte Sophia mit dem gerade in D\u00fcsseldorf weilenden, indischen Prinzen die hiesige Kunstakademie besucht. 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