{"id":6188,"date":"2021-04-26T19:06:14","date_gmt":"2021-04-26T17:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/?p=6188"},"modified":"2021-04-27T11:32:55","modified_gmt":"2021-04-27T09:32:55","slug":"im-atelier-des-malers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/im-atelier-des-malers\/","title":{"rendered":"Im Atelier des Malers"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/017_Paris.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-6189\" src=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/017_Paris-700x525.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/017_Paris-700x525.jpg 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/017_Paris-300x225.jpg 300w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/017_Paris-768x576.jpg 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/017_Paris-800x600.jpg 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/017_Paris-80x60.jpg 80w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/017_Paris.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a>Je kleiner der Radius des Reisens, ja des Sich-Fortbewegens wird, um so intensiver werden die Tr\u00e4ume. Beim t\u00e4glichen Spazierengehen entdecke ich zwar immer wieder neue kleine Gew\u00f6hnlichkeiten, die sogar gro\u00dfe Gedanken evozieren k\u00f6nnen. Das ist eine Bereicherung. Aber die fremdartigen Tr\u00e4ume der vergangenen Tage verwundern mich doch sehr.<br \/>\nSo war ich im Traum im Atelier eines franz\u00f6sichen Malers . <em>Vous \u00eates un peintre magnifique<\/em> h\u00f6re ich mich leise sagen. Es kann das Atelier von Manet, Delacroix oder Fantin-Latour gewesen sein. Ich bewunderte ein Bild mit Personen, darin auch ein gemalter Spiegel, der wunderbare Reflexionen zeigte. Ein Gr\u00fcnblau der Schatten, ein helles Grauwei\u00df des Lichts, war da nicht auch ein Gesicht zu sehen? Und auf einmal ver\u00e4nderten sich die Farben, wenn ich den Kopf bewegte oder sogar einen Schritt zur Seite ging, um einen anderen Blickwinkel zu haben. Wie bei einem realen Spiegel verschoben sich die Reflexionen. Ich war pl\u00f6tzlich als Betrachter ins Gem\u00e4lde selbst eingetreten, das Gemalte trotzdem noch durch Pinselz\u00fcge gekennzeichnet. Eigenartig, ich wunderte mich im Traum nicht dar\u00fcber, sondern erinnerte mich an mein Schulfranz\u00f6sisch <em>Vous \u00eates un peintre magnifique<\/em>. Aus diesem wahrhaftigen Traumerleben wachte ich auf und alles war noch sehr deutlich vor meinen Augen.<\/p>\n<h5><em>Henri Fantin-Latour, Hommage \u00e0 Delacroix, 1864, Mus\u00e9e d&#8217;Orsay, Ausschnitt, Fotografie RW Paris 2017<\/em><br \/>\n<em>Im Bild zu sehen ist Delacroix, <\/em><em>im goldenen Rahmen<\/em><em>, gemalt von Fantin-Latour (mit Palette, in diesem Ausschnitt nicht zu sehen) am linken Bildrand als einziger nicht im Anzug, \u00fcber ihm der Maler Legros, vor dem Bild links stehend der Maler Whistler, vor dem Bild rechts sitzend der Schriftsteller Champfleury, flankiert von dem Maler Manet. Das Portr\u00e4t des gerade gestorbenen Delacroix erinnert an eine Fotografie von Nadar, fast alle Dargestellten schauen den Betrachter an, als wollten sie den Hereintretenden begr\u00fc\u00dfen, oder fragen, warum er sich in diesem Bilde wiederfindet.<br \/>\n<\/em><\/h5>\n<h5><\/h5>\n<h5><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je kleiner der Radius des Reisens, ja des Sich-Fortbewegens wird, um so intensiver werden die Tr\u00e4ume. Beim t\u00e4glichen Spazierengehen entdecke ich zwar immer wieder neue kleine Gew\u00f6hnlichkeiten, die sogar gro\u00dfe Gedanken evozieren k\u00f6nnen. Das ist eine Bereicherung. Aber die fremdartigen Tr\u00e4ume der vergangenen Tage verwundern mich doch sehr. 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