{"id":5605,"date":"2020-11-11T17:21:57","date_gmt":"2020-11-11T16:21:57","guid":{"rendered":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/?p=5605"},"modified":"2020-11-11T17:27:32","modified_gmt":"2020-11-11T16:27:32","slug":"1899-1988","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/1899-1988\/","title":{"rendered":"1899 &#8211; 1988"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/23Ponge.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-5606\" src=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/23Ponge-700x933.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"933\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/23Ponge-700x933.jpg 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/23Ponge-225x300.jpg 225w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/23Ponge-768x1024.jpg 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/23Ponge-800x1067.jpg 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/23Ponge.jpg 1125w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a>In meiner zweisprachigen Ausgabe des B\u00fcchleins <em>Le Parti pris des choses<\/em>\/<em>Im Namen der Dinge <\/em>von Francis Ponge gefallen mir oft die Ausf\u00fchrungen des Autors in seiner Muttersprache besser als die deutsche \u00dcbersetzung. Ein kleines Beispiel:<em> Les rois ne touchent pas aux portes \u2013 K\u00f6nige fassen T\u00fcren nicht an<\/em> (\u00dcbersetzung Gerd Henninger) F\u00fcr <em>toucher<\/em> h\u00e4tte ich mir ein <em>ber\u00fchren<\/em> gew\u00fcnscht und auch ihren Artikel k\u00f6nnten <em>die<\/em> T\u00fcren (<em>die<\/em> K\u00f6nige verlieren ihn?) doch vertragen&#8230; <em>K\u00f6nige ber\u00fchren die T\u00fcren nicht, <\/em>oder <em>Die K\u00f6nige ber\u00fchren T\u00fcren nicht.<\/em> <em>Die K\u00f6nige ber\u00fchren die T\u00fcren nicht. K\u00f6nige ber\u00fchren T\u00fcren nicht.<br \/>\n<\/em>So \u00fcbersetzt hat der Satz allerdings eine andere Bedeutung&#8230;. denn Ponge geht es wohl in seiner Beobachtung um das allt\u00e4gliche, unwillk\u00fcrliche Anfassen der T\u00fcr beim \u00d6ffnen, nicht das vorsichtige Ber\u00fchren beim Erkunden eines Gegenstandes.<\/p>\n<p>Heute erschien in der FAZ ein Artikel \u00fcber Francis Ponge<em>. Le Soleil\/Die Sonne <\/em>ist bei Matthes &amp; Seitz erschienen. \u00dcbersetzt, herausgegeben und kommentiert von Thomas Schestag. Das aufwendige Projekt erscheint mir \u00e4u\u00dferst lesenswert und ansehenswert, weil darin auch Faksimiles von Handschriften und Typoskripten des Schrifstellers abgedruckt werden.<br \/>\nAber meine Aufmerksamkeit im Zeitungsartikel galt zun\u00e4chst nur den Zahlen, denn in nicht mehr und nicht weniger <strong>23<\/strong> Kladden hatte Ponge seine zahlreichen Aufzeichnungen zu <em>Le Soleil\/Die Sonne<\/em> versammelt.<br \/>\nDann sah ich die Symmetrie seiner Lebensdaten <strong>1899-1988<\/strong>.<br \/>\nQuersummenrechnerei: 53, <strong>8<\/strong> oder anders 27 &#8211; 26, <strong>9<\/strong> &#8211; <strong>8<\/strong>, 17, <strong>8. <\/strong>Die <strong>Acht<\/strong> ist also in seinen Lebensdaten eingemauert<strong>.<\/strong> \u00dcber die Bedeutung der <strong>Acht<\/strong> als Zahl in Mythologie, Religion und Geschichte schweig ich mich hier aus. Die Freude beim Betrachten dieser Zahlen reicht mir vollkommen. Ob Ponge die Zahlen auch als Dinge sah, die ihn zu seinem Spiel mit der Sprache, seinem <em>Objeu <\/em>(aus <em>Objet <\/em>und <em>Jeu<\/em>) anregten, wei\u00df ich nicht, w\u00fcrde es mir aber sehr w\u00fcnschen.<br \/>\nNun \u2013 heute an St. Martin haben wir auch einen Symmetrietag <strong>11. 11. 2020<\/strong> \u2013 Quersummenrechnerei <strong>8<\/strong>, meine Hommage an Francis Ponge.<\/p>\n<h5><em>Detail eines Zeitungsfotos aus der FAZ von heute, Fotografie RW, 11.11.2020<\/em><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meiner zweisprachigen Ausgabe des B\u00fcchleins Le Parti pris des choses\/Im Namen der Dinge von Francis Ponge gefallen mir oft die Ausf\u00fchrungen des Autors in seiner Muttersprache besser als die deutsche \u00dcbersetzung. 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