{"id":4603,"date":"2020-04-06T10:39:00","date_gmt":"2020-04-06T08:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/ruth23weber.de\/blog\/?p=4603"},"modified":"2020-04-26T11:27:35","modified_gmt":"2020-04-26T09:27:35","slug":"ein-treffendes-bild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/ein-treffendes-bild\/","title":{"rendered":"Ein treffendes Bild"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1932HopperRoom.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-4605 size-large\" src=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1932HopperRoom-700x566.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1932HopperRoom-700x566.jpg 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1932HopperRoom-300x242.jpg 300w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1932HopperRoom-768x621.jpg 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1932HopperRoom-800x646.jpg 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1932HopperRoom.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><em>Edward Hopper, A Room in New York, 1932<br><\/em>Im Newsletter <em>\u00abGemeinsam einsam\u00bb<\/em> des Bochumer Kunstvereins hat unser Freund, der Kunstwissenschaftler Richard Hoppe-Sailer, auf den Maler Edward Hopper aufmerksam gemacht. Im Internet tauchen Bilder dieses Malers jetzt h\u00e4ufiger auf. Scheinen sie etwas mittzuteilen, Momente unseres <em>social distancing<\/em> in Covid 19-Zeiten widerzuspiegeln? Schon Anfang Januar hatte mir eine Freundin von der sehenswerten Ausstellung des Malers in der Fondation Beyeler erz\u00e4hlt und ich hatte mir fest vorgenommen, nach Basel zu fahren. Eigentlich reagiere ich auf die Hopper-Potenzierung ein wenig kritisch, zu oft gab es die <em>Night Hawks<\/em> oder <em>Morning Sun<\/em> auf Sofakissen und Kaffeetassen, auch als billige Reproduktionen. Aber dieses Bild <em>A Room in New York, <\/em>das Richard Hoppe-Sailer in seinem Text bespricht, hat es mir angetan. Wir schauen von drau\u00dfen, von den Bewohnern unbemerkt, in das Innere eines Raumes. Die Architektur der Fensterumrandung weist uns aber einen geh\u00f6rigen Abstand zu. Es gibt keine Reflektionen von einer Fensterscheibe. Das Paar wirkt seltsam kalt (trotz der sich wiederholenden Rott\u00f6ne im Bild), grell von oben beleuchtet, die Gesichter verschattet, die K\u00f6pfe gesenkt. Musik erklingt (noch) nicht, vielleicht gleich \u2013 nur ein einzelner Ton, der Mann hat (noch) nicht aufgeblickt von seiner Lekt\u00fcre. Eine senkrechte Holzt\u00e4felung an der Wand, vielleicht eine T\u00fcr in den n\u00e4chsten Raum, trennt das Paar, obwohl beide diese Fl\u00e4che \u00fcberschneiden. Unheimlich \u2013 eine in der Zeit angehaltene Beziehung \u2013 wie in einer Art Filmstill werden Tausende von Bildern des Lebens komprimiert. Ein Bild im Bild an der Wand zeigt das Drau\u00dfen wie aus einer fernen Erinnerung \u2013 eine Landschaft mit B\u00e4umen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunstverein-bochum.de\/newsletter\/2020\/Briefe_zur_Krise.php\">Brief zur Krise von Richard Hoppe-Sailer<\/a><\/p>\n<p><a class=\"inline-link\" href=\"https:\/\/www.fondationbeyeler.ch\/hopper\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Edward Hopper in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel, vom 26. Januar bis zum 17. Mai 2020.<\/a><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Edward Hopper, A Room in New York, 1932Im Newsletter \u00abGemeinsam einsam\u00bb des Bochumer Kunstvereins hat unser Freund, der Kunstwissenschaftler Richard Hoppe-Sailer, auf den Maler Edward Hopper aufmerksam gemacht. Im Internet tauchen Bilder dieses Malers jetzt h\u00e4ufiger auf. Scheinen sie etwas mittzuteilen, Momente unseres social distancing in Covid 19-Zeiten widerzuspiegeln? 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