{"id":4421,"date":"2020-02-26T17:20:15","date_gmt":"2020-02-26T16:20:15","guid":{"rendered":"http:\/\/ruth23weber.de\/blog\/?p=4421"},"modified":"2020-02-27T08:39:44","modified_gmt":"2020-02-27T07:39:44","slug":"das-geschenk-der-drei-schiffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/das-geschenk-der-drei-schiffe\/","title":{"rendered":"Das Geschenk der drei Schiffe"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-4422\" src=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/019ChalcedonRhein-700x525.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/019ChalcedonRhein-700x525.jpg 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/019ChalcedonRhein-300x225.jpg 300w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/019ChalcedonRhein-768x576.jpg 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/019ChalcedonRhein-800x600.jpg 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/019ChalcedonRhein-80x60.jpg 80w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/019ChalcedonRhein.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<p>Gestern Nachmittag besuchte mich eine K\u00fcnstlerin, deren Arbeiten ich sehr sch\u00e4tze. Ihre Fotografien zeigen zum Beispiel empfindliche, ephemere Dinge aus der Natur, die sie auf farblich delikate Untergr\u00fcnde legt. Sp\u00e4tere Arbeiten sind Fotogramme von Achatscheiben oder anderen flachen transluzenten Mineralien.<br \/>\nSie hatte von meiner Sammlung geh\u00f6rt und ich war gespannt darauf, ihr meine Sch\u00e4tze zeigen zu k\u00f6nnen. Als sie nun vor meinem Rheinfenster stand, fuhr gerade das Schiff PROTECTION vorbei. Wir freuten uns \u00fcber dieses sch\u00f6ne Wort f\u00fcr unser Zusammentreffen und ich erz\u00e4hlte ihr von meiner Schiffsnamensammlung.<br \/>\nNicht alle Mineralien, Edelsteine, Fossilien, Rheinger\u00f6lle und Artefakte meiner Kunstkammer konnten wir an diesem Tag anschauen und besprechen, manchmal war mir sogar der wissenschaftliche Name eines Exemplars entfallen. Mit dem Blick zum Rhein tranken wir sp\u00e4ter eine Tasse Tee und a\u00dfen dazu Aprikosenkuchen. Dabei sprachen wir auch \u00fcber das Alter der Mineralien, die Verg\u00e4nglichkeit der Dinge und Lebewesen. Drau\u00dfen hatte es angefangen heftig zu regnen. Auf dem Fluss sahen wir das Schiff VITA DURA vorbeifahren. Ein wenig erstaunt sch\u00fcttelten wir den Kopf \u00fcber diesen Kommentar vom Rhein. So wechselten unsere Themen zu Natur und Kunst, insbesondere zur Natur als Sch\u00f6pferin, Natura naturans und Natura naturata. Ich zeigte ihr das Buch von Jurgis Baltru\u0161aitis \u00abImagin\u00e4re Realit\u00e4ten\u00bb, das ich vor einiger Zeit antiquarisch erwarb. In ihm fanden wir auch den Hinweis auf den Soziologen und Philosophen Roger Callois, der selbst eine wunderbare Sammlung von Achatsscheiben besa\u00df und unter anderem die Abhandlung \u00abDie Schrift der Steine\u00bb verfasst hatte. Im Gespr\u00e4ch war ich manchmal aufgeregt, viel mehr aber beschwingt \u00fcber so viele Teilmengen in unserer Arbeit und unseren Leidenschaften.<br \/>\nAls es schon dunkelte und wir erneut zum Rhein sahen, kam ein Schiff vorbei und was soll ich sagen, es hie\u00df PANTA RHEI.<\/p>\n<h5><em>W\u00fcrdiger Sockel f\u00fcr ein Rheinger\u00f6ll, Chalcedon, gefunden bei D\u00fcsseldorf, Keramiksockel RW 2019, Fotografie RW<br \/>\nMehr \u00fcber meinen Besuch: nataschaborowsky.de<br \/>\n<\/em><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern Nachmittag besuchte mich eine K\u00fcnstlerin, deren Arbeiten ich sehr sch\u00e4tze. Ihre Fotografien zeigen zum Beispiel empfindliche, ephemere Dinge aus der Natur, die sie auf farblich delikate Untergr\u00fcnde legt. Sp\u00e4tere Arbeiten sind Fotogramme von Achatscheiben oder anderen flachen transluzenten Mineralien. 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