{"id":2677,"date":"2019-02-02T12:43:40","date_gmt":"2019-02-02T11:43:40","guid":{"rendered":"http:\/\/ruth23weber.de\/blog\/?p=2677"},"modified":"2019-02-03T15:27:51","modified_gmt":"2019-02-03T14:27:51","slug":"die-achatschale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/die-achatschale\/","title":{"rendered":"Die Achatschale"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2009Ozeanjaspis.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-2678\" src=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2009Ozeanjaspis-700x933.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"933\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2009Ozeanjaspis-700x933.jpg 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2009Ozeanjaspis-225x300.jpg 225w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2009Ozeanjaspis-768x1024.jpg 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2009Ozeanjaspis-800x1067.jpg 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2009Ozeanjaspis.jpg 1125w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a>Das Kunsthistorische Museum Wien hat in seiner Schatzkammer <em>(WS XIV 1)<\/em> eine Achatschale aus dem 4. Jahrhundert nach Christus. Sie ist aus einem St\u00fcck geschnitten und k\u00f6nnte am Hofe Konstatins (306-337) entstanden sein. Sie gelangte nach der Eroberung Konstantinopels in den Westen und ist 1564 erstmals urkundlich im Hause Habsburg erw\u00e4hnt. F\u00fcr mich ist nicht nur ihr Alter und ihre Sch\u00f6nheit so beeindruckend, sondern dass man bei besonderer Beleuchtung in den feinen Zeichnungen des Achats die Buchstaben XRISTO lesen kann. (<em>Es existieren Lesarten, die noch mehr Buchstaben finden.)<\/em> Dass man seit Jahrhunderten diese Schale so verehrt, weil man an ein Wunder der Natur glaubt, die Schale das Gef\u00e4\u00df des letzten Abendmahls sei, damit <em>Der Heilige Gral<\/em> sein k\u00f6nne, hat mich sehr fasziniert. Man will das Wirken Gottes in den Naturdingen sehen, oder anders formuliert ist die Natur die K\u00fcnstlerin. Solche feinen Dinge geh\u00f6ren in die Kunst- und Wunderkammern und sollen f\u00fcr immer dort bleiben.<br \/>\nWas ich aber von der aktuellen Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien halten soll, wei\u00df ich noch nicht. <span class=\"info\">Wes Anderson und Juman&nbsp;Malouf sind die Kuratoren von <\/span><em>Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures. <\/em>Der Filmer und die Designerin haben aus den vier Millionen Objekten des Museums (inklusive Schloss Ambras und anderen Museen) \u00fcber 400 St\u00fccke ausgew\u00e4hlt und aufw\u00e4ndig pr\u00e4sentiert. Nach Farben, Formen und anderen \u00e4u\u00dferlichen Kriterien geordnet. Ob die kostbaren und seltenen Dinge jetzt in dieser Pr\u00e4sentation zu einem Setzkastensammelsurium verkommen, m\u00fcsste ich vor Ort \u00fcberpr\u00fcfen. Alle Kunstwerke sind ohne Legenden ausgestellt (es gibt allerdings ein Beiheft und einen Katalog). Zur Ausstellung schrieb Dietmar Dath recht kritisch in der FAZ vom 30. Januar 2019.<br \/>\nWas mich ein wenig st\u00f6rt, ist die Anwesenheit von Mode und Design, die sich zu den Kunstkammerst\u00fccken gesellen, wenn man zum Beispiel auf der Website des Museums auch sieht, wie die Kuratoren sich in ihren sch\u00f6nen Kleidern neben den noch sch\u00f6neren Kleidern der prominenten Vernissageng\u00e4ste fotografieren lassen. Nun \u2013 man hat sich in vergangenen Jahrhunderten auch in Samt und Seide vor den eigenen kostbaren Sammlungen portr\u00e4tieren lassen. Eine Fahrt nach Wien steht schon lange aus.<\/p>\n<h5><em>Detail einer polierten Achatscheibe (Ozeanjaspis), Fundort Madagaskar, aus der Sammlung von RW, das St\u00fcck im Ganzen auf <a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\">ruth23weber.de<\/a> unter der Kategorie Stein.<br \/>\n<\/em><\/h5>\n<h2><\/h2>\n<p><span class=\"info\">&nbsp;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kunsthistorische Museum Wien hat in seiner Schatzkammer (WS XIV 1) eine Achatschale aus dem 4. 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