{"id":1862,"date":"2018-11-08T18:26:38","date_gmt":"2018-11-08T17:26:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ruth23weber.de\/blog\/?p=1862"},"modified":"2018-11-08T20:31:41","modified_gmt":"2018-11-08T19:31:41","slug":"polyeder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/polyeder\/","title":{"rendered":"Polyeder"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1495Pacioli.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-1863\" src=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1495Pacioli-700x583.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"583\" srcset=\"https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1495Pacioli-700x583.jpg 700w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1495Pacioli-300x250.jpg 300w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1495Pacioli-768x640.jpg 768w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1495Pacioli-800x667.jpg 800w, https:\/\/ruth23weber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1495Pacioli.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a>Eine meiner gr\u00f6\u00dften Freuden ist es, Kunstwerke zu betrachten. Besonders dieses, weil es auch zwei sch\u00f6ne Vielfl\u00e4chner zeigt, die mich an Kristalle aus dem Mineralienreich erinnern. Auf dem Bild ist der Mathematiker Luca Pacioli im Franziskanerhabit zusammen mit einem unbekannten jungen Mann abgebildet. Das Jacopo de Barbara zugeschriebene, 1495 entstandene Gem\u00e4lde h\u00e4ngt im Museo Capodimonte in Neapel, einem meiner Sehnsuchtsorte, den ich 1978 zum ersten Mal aufsuchte. Es ist faszinierend, dass der ber\u00fchmte und gelehrte Leonardo da Vinci die Illustrationen zu Paciolis Werk \u00abDe divina proportione\u00bb zeichnete. Der rechts im Bild auf dem roten Buchdeckel abgebildete Pentagondodekaeder ist einer der platonischen K\u00f6rper, eben ein aus zw\u00f6lf F\u00fcnfecken gebildeter K\u00f6rper, der <strong>das<\/strong> Beispiel f\u00fcr die \u00abg\u00f6ttliche Proportion\u00bb ist, da sich seine Seitenfl\u00e4che, das regelm\u00e4\u00dfige F\u00fcnfeck bekannterma\u00dfen mit der \u00absectio aurea\u00bb, dem \u00abGoldenen Schnitt\u00bb konstruieren l\u00e4sst, diesen gleichsam versinnbildlicht.<br \/>\nDas Mineral Pyrit kommt in der Natur als K\u00f6rper mit dem Pentagon als Seitenfl\u00e4che vor. Oder als fast perfekter Hexaeder, beide Formen sind ja dem kubischen Kristallsystem zugeordnet. Zwar zeigen sie sich nicht so regelm\u00e4\u00dfig wie in der Geometrie, aber immerhin f\u00fcr das menschliche Auge perfekt. (<em>siehe auch <a href=\"https:\/\/ruth23weber.de\">ruth23weber.de<\/a> unter der Kategorie \u00abStein\u00bb und \u00abVon Steinen spreche ich\u00bb)<\/em><i><br \/>\n<\/i>Der Rhombenkuboktaeder<i>,<\/i> der zu den archimedischen K\u00f6rpern geh\u00f6rt, ist hier auf der linken Seite des Bildes h\u00e4ngend dargestellt. Angeblich soll er zur H\u00e4lfte mit Wasser gef\u00fcllt sein. K\u00f6nnte dies nicht auch eine innere Glasfl\u00e4che sein, die der Stabilit\u00e4t des K\u00f6rpers dient? Wie wunderbar w\u00e4re es, wenn die Fl\u00e4chen des K\u00f6rpers aus Bergkristall geschliffen w\u00e4ren. Auf den Glasfl\u00e4chen sind sogar Spiegelungen der Umgebung des gemalten Raumes zu sehen, die an Fensterausblicke mit Tageslicht erinnern, sonst ist der Hintergrund des Bildes ja dunkel gehalten. Paciolis Blick geht \u00fcber uns hinweg, w\u00e4hrend der junge Mann uns direkt anschaut, um uns einzuladen, an der gelehrten Konversation teilzunehmen.<\/p>\n<h1 id=\"firstHeading\" class=\"firstHeading\" lang=\"en\"><\/h1>\n<div class=\"description\">\n<div class=\"description mw-content-ltr en\" dir=\"ltr\" lang=\"en\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine meiner gr\u00f6\u00dften Freuden ist es, Kunstwerke zu betrachten. Besonders dieses, weil es auch zwei sch\u00f6ne Vielfl\u00e4chner zeigt, die mich an Kristalle aus dem Mineralienreich erinnern. Auf dem Bild ist der Mathematiker Luca Pacioli im Franziskanerhabit zusammen mit einem unbekannten jungen Mann abgebildet. 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